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für kritische Konsumentinnen und Konsumenten
Newsletter 2 - September 2023
Hallo lieber Leser, liebe Leserin
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In der Welt der PLASTIKVERMEIDUNG passiert viel. Darum versenden wir unseren zweiten Newsletter, mit einem Mix aus wertvollen Informationen, dem Hinweis auf unser September-Webinar und der Einladung zur aktiven Beteiligung an unserer Initiative.
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Die Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz (www.gwoe.ch) mit ihren vier Grundwerten Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Demokratie unterstützt mit PLASTIKFASTEN verantwortungsbewusste Konsument*innen. Wir wünschen gute Lektüre!
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Pack die Gelegenheit und lass dich aus erster Hand informieren:
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Unser September-Webinar: 13.9. 19.30 - 21 h
LEBENSMITTELVERPACKUNG UND GESUNDHEIT mit dem Facharzt für Endokrinologie Tomas Hrasko
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Dipl. med T. Hrasko ist neben seiner Berufstätigkeit aktiv für Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz. Er wird mit uns sein Wissen über die Wirkungen, die Plastik bzw. Kunststoffe auf unsere Körper und somit unsere Gesundheit haben, teilen.
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Für den Zoom-Link melde dich unbedingt an unter info@plastikfasten.ch, er wird dir dann bis ca. zwei Tage im voraus zugestellt.
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Und wen möchtest du als nächstes hören?
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Einmal pro Quartal wollen wir dir konzentrierte geistige Nahrung rund ums Plastikthema bieten. Wir beginnen am 13. September mit unserer Gesundheit. Wie soll es weitergehen? Hast du Wünsche, Ideen für Themen oder spannende Input-Geber*innen? Lass von dir hören! info@plastikfasten.ch ist neugierig!
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Was du wissen solltest:
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Die grössten Plastikabfall-‘Produzenten’ in Europa
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Leider landet trotz der Sammelsysteme und der Verbrennung noch sehr viel Abfall in der Umwelt. Gemäss einem Bericht des Bundesamtes für Umwelt (bafu) gelangen in der Schweiz jährlich fast 12’000 Tonnen Plastik in die Schweizer Böden und fast 2000 Tonnen in unsere Gewässer, aus welchen ca. 20 Tonnen Plastik pro Jahr sogar den Weg von der Schweiz bis ins Meer finden. (Quelle: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/abfall/fachinformationen/abfallpolitik-und-massnahmen/kunststoffe-in-umwelt.html)
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Mehr Infos unter https://plastikfasten.ch/wissenswertes-2/
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Umfassende Übersicht über Chemikalien im Zusammenhang mit Plastik
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In diesem Frühjahr ist ein umfassender Bericht des UNEP (UN Environment Programm mit dem Titel "Chemicals in Plastics" auf Englisch erschienen). Darin ist u.a. zu erfahren, dass weltweit im Zusammenhang mit Plastik und dessen Produktion über 13'000 Chemikalien im Spiel sind, wovon über 3'200 Substanzen (Grundstoffe, Zusatzstoffe*, Prozess-Hilfsstoffe und nicht absichtlich zugegebene Stoffe) als potenziell gefährlich (chemicals of concern) angesehen werden. Von einigen dieser Substanzen, z.B. gewissen sogenannten Phthalaten, ist eine Gefährdung des Menschen nachgewiesen worden. Für andere liegen Hinweise auf mögliche Schädigungen vor und es wurden maximal zulässige Konzentrationen festgelegt. Viele Chemikalien sind aber noch gar nicht ausreichend untersucht und es wurden noch keine spezifischen Höchstkonzentrationen festgelegt. Da der Mensch mit vielen Plastikprodukten in Kontakt kommt und nicht wenige dieser Stoffe auch in Lebensmittel migrieren können, ist eine Gefährdung insbesondere bei Lebensmittelverpackungen durch solche Chemikalien nicht ausgeschlossen. * Zusatzstoffe sind z.B. Weichmacher, Flammschutzmittel, Gleitmittel, UV-Stabilisatoren, Antioxidantien, Biozide, Farbstoffe u.a..
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Plastik im Wasser
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Plastik im Wasser kann für Fische, Vögel und andere Tiere gefährlich werden. In einem Artikel der NZZ online vom 18.07.2023 wird u.a. über eine Studie von Veronika Nava von der Universität Mailand zusammen mit anderen Wissenschaftler*innen berichtet, welche nach einheitlicher Methode in 38 Seen und Stauseen in 23 Ländern die Menge Plastikpartikel mit einer Partikelgrösse über 0.25 mm untersucht haben. Einige der untersuchten Seen in der Schweiz, Italien und Deutschland und USA schnitten dabei besonders schlecht ab.
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Rang Name Land Messwert 1 Luganer See CH 11,5 Partikel/m3 2 Lago Maggiore I/CH 8,2 Partikel/m3 3 Lake Tahoe US 5,4 Partikel/m3 4 Stechlinsee DE 4,2 Partikel/m3
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https://www.nzz.ch/wissenschaft/plastikmuell-so-verschmutzt-sind-fluesse-seen-und-korallenriffe-ld.1746656
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Die Werte sind allerdings schlecht vergleichbar, da die Messwerte vom Ort und der Zeit der Probenahme, vom Wetter und anderen Faktoren abhängig sind.
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Und nun mit einem zuversichtlichen Blick in eine plastikarme Zukunft!
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Auftrag für ein UNO-Abkommen zur Vermeidung von Plastikmüll
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Bodensee-Stiftung lädt Kommunen dazu ein, Plastik im See zu vermeiden
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Eine erfreuliche Initiative der Bodensee-Stiftung in Radolfzell (DE) für alle Anrainer-Gemeinden und -Städte bietet konkrete Unterstützung, um insbesondere Mikroplastik im See abzubauen unter dem Motto ‘Wir machen etwas gegen Plastik’. In einem „Seenpapier“ stehen Handlungsempfehlungen zur Minimierung des Plastikmülls rund um den See den Gemeinden, Unternehmen und auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Unter anderem wird angeregt, die Kläranlagen mit einer weitere Reinigungsstufe auszurüsten, um Mikroplastik zurückzuhalten.
Auch die Bodensee-Gemeinden auf Schweizer Seite sind aufgefordert, Mitverantwortung zu übernehmen und bei ihren politischen Entscheiden die Minimierung aller Plastikabfälle sowie die Aktivierung von Unternehmen und Bewohner*innen für mehr Bewusstsein und Verhaltensänderungen stärker zu pushen.
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Wohnst du zufällig in einer Bodensee-Gemeinde? Dann werde aktiv, schliesse dich mit anderen Bewohner*innen zusammen und gelange mit einem konkreten Vorschlag an die politisch Verantwortlichen. Unterstützung erhältst du bei der Bodensee-Stiftung. Natürlich können dieselben Aktivitäten rund um jeden See initiiert werden. Also los!
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Dynamische Jungunternehmerin gründet Firma zur Herstellung von Folien aus Algen
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Das haben sich Industrie und Handel schon länger gewünscht: Plastikfolien, welche einen kleinen Öko-Fussabdruck haben, ohne Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion hergestellt werden können und kompostierbar sind. Die Jungunternehmerin Jessica Farda, Mitbegründerin und CEO der Firma ‘Noriware’ ist auf bestem Wege, Plastikfolien aus Algen grosstechnisch herzustellen, Folien, die transparent sind und sich auch im Haushaltkompost entsorgen lassen. Man darf gespannt sein, wann diese Produkte auf den Markt kommen. Die Folie ist prädestiniert für Einwegverpackungen, was allerdings dem Wunsch und dem Trend nach weniger Einwegverpackungen entgegensteht und sie würde auch das Recycling von konventionellen Folien stören, wenn sie im Plastiksammelsack landet. Sie sollte deshalb nur als Ersatz für unverzichtbare, nicht kompostierbare Folien verwendet und unbedingt in Absprache mit den Recycling-Spezialisten zwecks strikter Aussortierung speziell gekennzeichnet werden. Mehr Info zum Beispiel hier.
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Empfehlenswerte Produkte
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In lockeren Abständen machen wir hier Werbung für konkrete Produkte, die mit wenig oder null Kunststoff auskommen. Heute: Für Sport- und Qutdoor-Kleider gibt es als Alternative zum (fluorhaltigen) Plastik-Textillaminat «Gore-Tex» das ebenfalls wetterfeste und atmungsaktive Baumwoll-Material «EtaProof» z.B. bei https://www.manufactum.ch/. Nicht ganz günstig, zugegeben, dafür fürs Leben und für unsere Mitwelt.
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Und jetzt bist du dran:
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Immer wieder interessant: unser Blog
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Bring dich ein mit deinen Ideen, deinen Erfolgen, deinen Fragen und Vorschlägen was wir für die Community tun können.
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Weg mit dem Müll!
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Willst Du vor Ort mal sehen, wie es an den Flüssen, Seen, Rastplätzen etcetera in deiner Umgebung bezüglich Littering aussieht und dich auch handfest beim Sammeln von Plastik und anderem Unrat engagieren? Am 15./16.09.2023 findet wieder der jährliche CleanUp Day statt. Informiere Dich z.B. unter IG Saubere Umwelt oder worldcleanupday.de, erkundige Dich bei Deiner Schule oder Deinem Verein und organisiere selber eine Sammelaktion. Unsere Mitwelt: Tiere, Pflanzen und Elemente werden es Dir danken.
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Unser Team braucht Verstärkung!
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Teil der Lösung zu sein fühlt sich einfach besser an! Komm zu uns ins Plastikfasten-Team der Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz und hilf mit, bewusste Konsument*innen beim Abbau ihres persönlichen Plastikverbrauchs zu unterstützen. Kannst du z.B. WordPress? Oder hast du ein grosses Netzwerk, das du für die Plastikfasten-community gewinnen könntest? Oder willst du einfach hier aktiv werden ohne schon genau zu wissen wie? Melde dich bei uns unter info@plastikfasten.ch oder ruf an: 076 391 48 42.
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Reach out!
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Unsere Newsletter dienen dazu, Plastikfasten zu verbreiten. Also: schick ihn bitte weiter, mit einer freundlichen Empfehlung von dir an alle in deinem Freund*innenkreis, in der Familie, am Arbeits- oder Studienort. Wir wollen noch mehr aktive Abonennt*innen gewinnen. Danke für deine Unterstützung!
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Diesen Newsletter will ich weiterhin erhalten!
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Du hast diesen Newsletter von jemandem weitergeleitet bekommen und möchtest auch in Zukunft über die Aktivitäten für weniger Plastik informiert bleiben? Das freut uns! Schreib uns bitte an newsletter@plastikfasten.ch. Willkommen im Club!
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Wie auch jeweils im Newsletter von Futurzwei (falls du noch magst: lies dort diesen Artikel über Bioplastik) steht: Wir sind am Ende, aber noch lange nicht fertig. In diesem Sinne bis hoffentlich bald -
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