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Mai 2026 | Fokus: Tipps für den Alltag
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Liebe Leserin, Lieber Leser
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Als der Nachhaltigkeit verpflichtete Konsument*innen sind wir fast täglich mit Fragen/Entscheidungen konfrontiert im Zusammenhang mit der Qualität von Gegenständen und Verpackungen. Dies trifft vor allem beim Plastik zu. Deshalb haben wir in dieser Ausgabe einige Tipps und Alternativen zusammengestellt in der Hoffnung, dass wir Euch hier eine Hilfe anbieten können. Das Plastikfastenteam freut sich über jede Rückmeldung und jeden weiteren Tipp auf unserem Blog.
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Die Gemeinwohl-Ökonomie Schweiz ist mit ihren vier Grundwerten Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Demokratie eine als gemeinnützig anerkannte NGO und unterstützt mit PLASTIKFASTEN verantwortungsbewusste Konsument*innen.
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Wir wünschen dir eine erhellende Lektüre!
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Das erwartet dich in diesem Newsletter:
- Aktuelles
- Tipps und Alternativen zu Plastik im Alltag
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- Lebensmittel/Wocheneinkauf
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- Unterwegs Essen und Trinken
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Aktuelles
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Plastikmüll auch am tiefsten Punkt des Mittelmeers entdeckt
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Westlich der Halbinsel Peloponnes haben Forscher mit einem Tauchboot zum ersten Mal an der tiefsten Stelle des Mittelmeers in über 5000m Tiefe und in völliger Dunkelheit Müll dokumentiert: Dosen, Glasflaschen, Papier, Plastikgegenstände und weiteren, nicht zu identifizierenden Müll. Die Abfälle stammen wahrscheinlich von Stränden und Schiffen.
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PFAS-News
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Über die kaum abbaubaren, umwelt- und gesundheitsgefährdenden PFAS haben wir schon öfters berichtet. Viele Substanzen aus dieser Gruppe werden nach wie vor verwendet. Die rechtliche Situation in der CH ist immer noch unklar. Aktuelle Übersicht zu Verboten in der EU/D und CH: ihk.de, SRF
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- Eine systematische Untersuchung der Milch von Bauernbetrieben im Kanton Appenzell hat im März 2026 bei etwa einem Drittel der Proben (gegenüber dem derzeitigen EU-Richtwert von 0.02 Mikrogramm pro Kilogramm) erhöhte PFAS-Gehalte ergeben, was für die betroffenen Betriebe eine existenzielle Gefahr darstellt. Quelle: SRF
- Ein Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) vom April 2025 wurde erst diesen Februar durch den "Beobachter" und "Infosperber" publik. Es zeigt, wovor Fachleute schon länger warnen: Die Sanierungskosten für die vielen in der Schweiz mit PFAS verseuchten Böden und Gewässer werden immens hoch sein (Es werden Beträge von bis zu CHF 26 Mrd. erwähnt). Wegen Gesetzeslücken oder mangelnder Zuordnung zu den Verursachern müsse die Sanierung wahrscheinlich von den Steuerzahlern bezahlt werden. Dies obwohl die Eidgenössischen Finanzkontrolle schon 2024 forderte, die Verursacher von Umweltverschmutzung stärker zur Kasse zu bitten. Gemäss "Infosperber" müssen andernorts, z.B. in den USA, verursachende Unternehmen bereits Sanierungskosten in Milliardenhöhe zahlen.
Versicherungen haben bereits angefangen, PFAS-Sanierungskosten explizit aus ihren Verträgen auszuschliessen. Ein weitgehendes PFAS-Verbot in der EU ist erst in Beratung.
- Der Ständerat gewichtet die Interessen der Landwirtschaft offenbar höher als den Gesundheitsschutz: Er hat Anfang März 26 entschieden, dass mit PFAS-Chemikalien (über dem EU-Richtwert) belastetes Fleisch mit unbelastetem vermischt und zum Verkauf angeboten werden darf. Die Stiftung Konsumentenschutz Schweiz kritisiert dieses Vorgehen scharf: "Es schafft einen inakzeptablen Präzedenzfall, richtet sich gegen den Gesundheitsschutz und schadet der Fleischbranche und dem Detailhandel."
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Tipps und Alternativen zu Plastik im Alltag
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Allgemein Gültiges
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- Die Schweiz gehört weltweit zu den Spitzenreitern bei den Plastik-Abfallmengenmengen. Die Vermeidung von Plastik ist das Gebot der Zeit, da die meisten Plastikarten, wenn sie in der Natur landen, sich nicht in vernünftiger Zeit abbauen und stattdessen eine Quelle für Mikroplastik in der Umwelt darstellen, welches dann nicht mehr mit vernünftigem Aufwand wieder entfernt werden kann und eine Gefahr für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellen. Gemäss BAFU (2025) landen pro Jahr in der Schweiz ca. 13'000 Tonnen Plastik in der Umwelt. Aber auch das gesammelte Plastik wird nicht wirklich recycelt, sondern noch zu einem grossen Teil in KVAs verbrannt (wobei am Ende ca. 20% Schlacke übrigbleibt, welche als Sondermüll deponiert werden muss). Und das sogenannt "recycelte" Plastik wird in den allermeisten Fällen bloss 'downgecycelt', d.h. es hat minderwertige Qualität, darf z.B. nicht mehr für Lebensmittel berührende Verpackungen gebraucht werden und muss dann nach Gebrauch oder wenigen "Recycling"-Prozessen ebenfalls (sofern es denn eingesammelt wird) verbrannt werden. So sind wir noch meilenweit entfernt von einem geschlossenen Kreislauf.
- Das Einkaufen bzw. Konsumieren ist der kritische Punkt, an dem wir Konsument*innen mitentscheiden, wie viel neues Plastik hergestellt werden muss, das den Plastik-Kreislauf negativ beeinflusst. Hier braucht es volle Aufmerksamkeit.
- Die Plastikarten, und vor allem die Zusatzstoffe, sind auch oft nicht genügend deklariert. Wir empfehlen deshalb, wenn immer möglich Plastikverpackungen und -artikel ganz zu vermeiden oder alternative Materialien zu bevorzugen. Besonders bei Lebensmitteln ist Vorsicht geboten, denn aus vielen Kunststoffen können neben Mikroplastik auch Zusatzstoffe in die Lebensmittel gelangen. (Siehe z.B. auf plastikfasten.ch/ Gesundheitsaspekte) oder FoodPackagingForum 2024, engl.). Ein wichtiger Gedanke ist in solchen Momenten auch "Brauche ich das unbedingt?"
- Was es unbedingt zu vermeiden gilt ist Einweg-Nutzung von Plastik. Das gilt natürlich für Lebensmittel, aber leider auch z.B. für per Post verschickte Zeitschriften oder Pakete (siehe z.B. Bundesministerium für Umwelt...DE).
- Wir können hier nicht das ganze Spektrum der Konsumartikel beleuchten, weshalb die folgende Auflistung nicht vollständig ist. Dennoch hoffen wir, dass dir der eine oder andere Tipp umsetzbar erscheint. Allfällige Produktempfehlungen beziehen sich primär auf die Abwesenheit von Plastik oder die Nachfüllbarkeit und weniger auf die Produktqualität.
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Lebensmittel/ Wocheneinkauf
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Bild: ccnull.de_Tim Reckmann
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- Eigene leichte (Stoff-) Tasche immer dabei haben, um auch bei spontanen Einkäufen Plastiksäcke zu vermeiden.
- Weniger Fertigmenus kaufen, denn diese sind meist aufwändiger verpackt. Wer Zeit und Lust hat, kann viele Mahlzeiten auch selbst herstellen. Selber kochen spart Geld und viel Plastik. Anleitungen dazu gibt es z.B. bei Chefkoch oder eatsmarter.de.
- Mineralwasser ab kommunalem Netz (falls gewünscht z.B. mittels Soda Stream auch kohlensäurehaltig) ist nachhaltig und enthält in der Regel weniger Mikroplastik als aus PET-Flaschen.
- Getränke, Milch, etc. wo immer möglich in Mehrweg-Glasflaschen kaufen.
- Joghurt, Quark sind im Supermarkt meist in Polystyrol-Bechern verpackt, bei welchen die Gefahr der Migration von Styrol in die Produkte besteht. (Quelle: Sciencedirect, 2026, engl.) Bevorzuge deshalb Mehrweg-Gläser (auch für Tofu) z.B. aus Bio- oder Unverpackt-Läden.
Relativ einfach können Nature- und Frucht-Joghurts auch selbst hergestellt werden. (Siehe z.B. bei swissmilk.ch oder Betti Bossy)
- (Bio-)Gemüse und -Obst wo immer möglich unverpackt kaufen im Gemüse-/ Wochenmarkt, Bio-/Hoflädeli, COOP, MIGROS etc. (eigene Stoffbeutel immer dabeihaben oder die Abfüllbeutel im Grossverteiler kaufen und immer wieder nutzen) und vor dem Verzehr gründlich waschen.
- Käse und Fleisch wo möglich ebenfalls offen kaufen auf dem Wochenmarkt, in der Metzgerei/Käserei, im Bio-/Hoflädeli oder an der Theke im Warenhaus. (Saubere Glasschalen oder Dosen aus Edelstahl mitnehmen).
- Pasta, Reis und weitere Grundnahrungsmittel: gibt's in den Unverpackt-Läden offen. Man kauft oder näht sich einen Sack, z.B. aus Leinen, um die Lebensmittel darin abzufüllen, oder man bringt verschliessbare Gläser mit.
- Kaffeekapseln vermeiden (Sie erzeugen viel Plastik- oder Alu-Abfall). Alternativen: Espresso-Kocher, Filterkaffee, 'Siebträgermaschine'.
- Bohnenkaffee und Kaffeepulver wird meist in plastikhaltigen Mehrschichtpackungen verkauft. Offene Kaffeebohnen kann man plastikfrei u.a. in Unverpackt-Läden oder kleineren Kaffeeröstereien kaufen.
- Tees: Vermeide Portionenbeutel aus Kunststoff; sie sind eine Quelle für Mikroplastik, welches man dann mittrinkt. Kaufe besser offenen Tee, bewahre ihn in Schraubgläsern und verwende ein Tee-Sieb, Tee-Ei oder ähnliches aus Edelstahl oder Porzellan.
- Kräuter sind im Warenhaus meist in Plastik verpackt. Alternativ auf dem Wochenmarkt, im Hof- oder Bio-Laden einkaufen oder selber in einer Balkonkiste anbauen. Tipps z.B. auf mein-schöner-garten.de
- Kaugummis enthalten (zusätzlich zu der Plastikverpackung) oft synthetische Polymere (=Plastik), etwa Styrol-Butadien-Kautschuk, Polyisobutylen, Isobuten-Isopren-Kautschuk oder Polyethylen. Diese müssen aber nicht deklariert werden, sondern dürfen legal unter dem Begriff 'Kaumasse' versteckt werden. Dies ist v.a. bei Kindern schlecht, da wenig davon auch in den Magen gelangen kann. Die 'ausgekauten' Gummis landen leider zudem auch oft in der Umwelt, wo sie langsam zu Mikroplastik 'zerbröseln'.
Es gibt aber z.B. in Bio- und Unverpackt-Läden einige natürlichere und abbaubare Alternativen wie z.B. 'Chicza', 'True Gum', 'Forest Gum'. Quelle: utopia.de
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- Behälter, Utensilien: Insbesondere heisse Flüssigkeiten und Speisen vertragen sich schlecht mit vielen Plastikmaterialien, d.h. es können Zusatzstoffe oder Mikroplastik herausgelöst werden. Deshalb bevorzuge möglichst Edelstahl, Keramik, Glas oder Holz.
- Bratpfannen: Statt Teflonpfannen keramikbeschichtete Pfannen benützen oder solche aus Edelstahl oder Titan.
- Schaber, Brotkasten etc. aus geeignetem Holz. Schneidebretter auch aus Titan
- Zum Aufbewahren, Frischhalten und Einfrieren haben sich Schraubgläser oder Gläser mit Holz- oder Korkdeckel bewährt (Schraubdeckel sind innwendig meist plastifiziert.) Kurzfristiges Abdecken von Schüsseln etc.: Statt Frischhaltefolien passende Teller oder Wachstücher benützen.
- Wegwerfprodukte reduzieren:
Portionenpackungen (z.B. Tee, Zucker, Ovo, Senf etc.) vermeiden. Plastik-Trinkhalme durch Mehrweg-Alternativen (bruchfestes Glas, Edelstahl) ersetzen. Auf antihaftbeschichtete Backpapiere verzichten; stattdessen Bleche und Formen mit Butter oder hitzebeständigem Speiseöl einstreichen.
- Geschirrwaschlappen, Putzlappen: Auf Mikrofasertücher verzichten; sie sind eine Quelle für Mikroplastik. Alternativen: Baumwolllappen oder Bambuslappen. Siehe z.B. UTOPIA.DE, grashüpfer-shop.de
- biologisch abbaubare, plastikfreie Scheuer- bzw. Spülschwämme und Bürsten, z.B. mit Kokos-. Bambus-, Sisalfasern oder (chem. modifizierter) Zellulose gibt es in guten Warenhäusern, Ökoläden etc. und auch im Internet z.B. bei eltrovema.de, Sonett
- Trinke Leitungswasser statt Wasser aus PET-Flaschen oder mit einem SodaStream- (oder einem ähnlichen) Gerät hergestelltes kohlensäurehaltiges Wasser. In den meisten Gemeinden / Kommunen ist das Leitungswasser von guter Qualität. So kannst Du hunderte von PET-Mineralwasserflaschen sparen.
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Unterwegs Essen und Trinken
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Bild: shotshop_Bernina-Express
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- Bevorzuge das Fahrrad oder den ÖV, weil Autos und Motorräder erhebliche Mengen an Mikroplastik mit problematischen Zusatzstoffen in Form von Pneuabrieb hinterlassen. Siehe z.B. plastikfasten.ch, greenpeace.ch
- Wenn Du das Auto dennoch brauchst:
- Reifendruck regelmäßig prüfen und anpassen - Fahrweise optimieren: vorausschauend fahren, ohne abruptes Bremsen oder sehr hohe Geschwindigkeit - Passende Reifen für Sommer und Winter verwenden, lies dazu auch: Winterreifen im Sommer: Deshalb solltest du es vermeiden - Überladung vermeiden, unnötige Kurzstrecken einsparen
- Wenn du nicht im Restaurant essen willst, meide Fastfood-Verpflegung und nehme eigene Verpflegung und Geschirr von zuhause mit. Dazu hilft:
- Z.B. Snackbox aus Edelstahl - Robusten Thermo-Becher (den Du an den meisten Café-Shops auch befüllen lassen kannst.) - Bügelflaschen (Glas) oder Thermosflasche aus Edelstahl für Getränke - Ein (Reise-) Essbesteck-Set ist unterwegs praktisch
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- Zahnbürsten: Alternativen zu Kunststoff-Zahnbürsten: Bürsten aus Holz oder solche, bei denen man wenigstens nur den Kopf auswechseln muss. Quellen: z.B. eco-verde.ch, smarticular.net.
- Interdentalbürsten gibt es auch nahezu plastikfrei, z.B. Candida (u.a. bei Migros) oder kiy
- Zahncremes ohne Plastik-Tuben: z.B. von Trybol oder Weleda (Alutuben mit Kunststoffverschluss) oder kiy (Tabletten in Glasflasche)
- Zahnseide ist meist in einem Kunststoff-Spender verpackt und enthält teilweise noch schädliche PFAS! Nachhaltige Produkte gibt es in Bioläden etc. und online: sieh z.B. hier oder hier
- Lippenpflege ohne Plastikverpackung gibt es z.B. bei Kneipp oder 'Bea nature'
- Körperreinigung/Duschprodukte: Flüssigseife in nachfüllbaren Flaschen (in Unverpackt-/Ökoläden z.B. von Sonett) kaufen oder noch besser feste Formulierungen bzw. (milde) Stückseifen verwenden. Diese sind besonders ergiebig und i.d.R. ohne Plastikverpackung. (z.B. "feste Duschpflege" von Sante, Weleda, Foamie etc.)
- Haarshampoo: feste-Shampoos, z.B. von Lavera, La Saponaria, Weleda (Mit hartem Wasser funktionieren allerdings nicht alle zufriedenstellend). Auch nachfüllbare Shampoo-Glasflaschen z.B. von Soeder kommen weitgehend ohne Plastik aus.
- Gesichtsöle sind die konzentrierteste Form von Hautpflege. Hier gibt es viele Produkte in Glasflaschen. Sie können meist auch anstelle von Gesichtscremes verwendet werden.
- Gesichtscremes sind meist in Plastiktuben verpackt. Ohne oder mit wenig Plastik gibt es z.B. Nivea (in Alu-Dose), Weleda (in Glas-Tiegeln mit Kunststoffdeckel) oder Dr.Hauschka (in Alutuben mit Kunsttstoffverschluss)
- Mikroplastik- und PFAS-haltige Kosmetika sind in der EU verboten, die Schweiz zieht erst in den kommenden Jahren nach; es sind also noch viele entsprechende Produkte im Umlauf. Naturkosmetikmarken enthalten aber in der Regel kein zugesetztes Mikroplastik und keine PFAS. Siehe auch checkeverything.ch, Ingenieur.de
So erkennst du PFAS und Mikroplastik auf dem Etikett: Achte auf:
| Substanz |
Typische Namen auf Etiketten |
| PFAS |
PTFE, Perfluoro..., Polyfluoro..., Fluoropolymer |
| Mikroplastik |
Polyethylene (PE), Polypropylene (PP), Nylon, Acrylates Copolymer |
- Für Experimentierfreudige gibt es auch online-Rezepte zum Selbermachen z.B. bei nachhaltigleben.ch. (Hier kann man die plastikfreie Verpackung selber beisteuern.)
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- Die beste Wirkung erzielst Du, wenn Du Deine Textilien möglichst lange in Gebrauch hast und z.B. bei Flecken oder kleineren Defekten (kreativ) flickst oder flicken lässt und konsequent auf Naturfasern setzt.
Ansonsten kaufe (vor allem auch für Kindern) wenn möglich Secondhand-Kleider; damit hilfst Du die Altkeider-Berge zu reduzieren. Neben den lokalen Flohmärkten und traditionellen Secondhand-Shops wie Brockenhäuser, Hiob, Caritas, Rotkreuzshop etc. findest Du auch jede Menge online shops wie z.B. secondklick oder reflectyourstyle.ch.
- Wenn Du doch neue Klamotten brauchst, kaufe keine Fast Fashion-Kleider, vermeide Mischgewebe oder achte auf einen Gehalt von mind. 90% einer natürlichen Faser (Wolle, Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide, oder nachhaltige (z.B. Lenpur) Viskose, möglichst in Bio-Qualität und von einer vertrauenswürdigen Organisation zertifiziert (wie z.B. GOTS). Bei häufig zu waschenden Kleidern (z.B. Unterwäsche, Socken) achte besonders gut auf natürliche Fasern.
- Bei Outdoor-Kleidern achte zudem auch auf eine möglichst natürliche Imprägnierung ohne PFAS, bzw. auf die Bezeichnung 'PFAS-frei' oder 'PFC-frei'.
Für atmungsaktive Sportkleider, Jacken und Mäntel gibt es z.B. als Alternative zu «Gore-Tex» das Baumwoll-Material «EtaProof». Siehe auch nachhaltigleben.ch
- Kleider/Textilien statt im Tumbler, welcher viel Mikrofasern ablöst, am Wäscheständer trocknen und damit auch Energie sparen.
- Alte Schuhe: Bevor man neue Schuhe kauft, kann es sinnvoll sein, die alten einem Schuhmacher zu zeigen. Oft sind ja nur die Sohlen durchgetreten.
- Vollkommen plastikfreie Schuhe sind selten (wegen Sohlen, Kleber und Verarbeitung). Naturnahe Schuhe findet man z.B. unter UTOPIA.DE oder hessnatur/damen bzw. hessnatur/herren.
- Meide die vielen Schuhcremes in Plastiktuben und auch PFAS-haltige Imprägniersprays. Es gibt auch Schuhcremes in Glastiegeln oder Aludosen. z.B. bei sancho-store.ch oder pedag.com
Für Leder-Schuhe kann man auch einfach eine Schuhpflegeceme selber machen: smarticular.com.
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Haushalt/Reinigungsmittel
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Bild: ccnull_Tim Reckmann
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Ein Haushalt ist sehr vielfältig. Wir können uns nur auf einige Dinge beschränken.
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- Falls er noch fehlt, bringe einen Aufkleber "Bitte keine Werbung" o.ä. an deinen Briefkasten an.
- Kaufe Geräte, die langlebig und reparierbar sind. Die meisten enthalten ja auch Plastikbestandteile. Wenn sie nicht mehr funktionieren, versuche sie in einer geeigneten Werkstatt oder einem Repair-Café reparieren zu lassen.
- Wenn Du eine neue Waschmaschine brauchst, erkundige dich nach (eingebauten) Mikrofaserfilter, denn die Mikro(plastik)fasern sind eine bedeutende Quelle für Mikroplastik in der Umwelt; sie gelangen in die Kanalisation, werden von den ARAs nur teilweise zurückgehalten und bauen sich viel langsamer ab als natürliche Fasern. Siehe z.B. wasserdreinull.de, Elektrolux
- Geschenke nachhaltig verpacken. Ideen z.B. bei papeterre.com oder careelite.de.
- Flüssige Reinigungsmittel sind meist in Plastikflaschen. Es gibt aber Firmen bzw. Läden, die die Flaschen/Behälter wieder auffüllen, z.B. Sonett (in Bio-, Unverpacktläden und Drogerien).
- Nachhaltig sind auch viele pulverförmige Waschmittel, wenn sie in Kartonpackungen angeboten werden.
Siehe auch: Vergleichstests: saldo; vergleich.org
- Für Experimentierfreudige gibt es für diverse Reinigungsmittel auch online-Rezepte, zum Selbermachen z.B. auf nachhaltigglücklich.de, smarticular.net oder haushaltswiki.de. Diese kann man dann z.B. in Glas- oder anderen Mehrwegbehältern aufbewahren.
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- Wenn Du Kleinkinder hast, kannst Du mit der Verwendung von Stoffwindeln anstelle von Pampers viel Plastik und Geld einsparen.
- Kinder werden heute überschwemmt mit Plastikartikeln. Wie Untersuchungen gezeigt haben, enthalten Artikel aus weichem Plastik, aber auch Sonnencremes zum Teil schädliche Weichmacher wie hormonaktive Phthalate (Quellen: Infosperber, utopia.de). Meide weiche (z.B. Bade-) Spielsachen für Kinder oder informiere dich gut vor dem Kauf.
Falls Du trotzdem weiche Plastikspielsachen kaufen willst, prüfe den Artikel zuerst mit der Nase. Wenn es teerartig oder nach Mottenkugeln riecht, lass lieber die Finger davon, denn er könnte potenziell schädliche Weichmacher enthalten.
- Online bestellte Artikel aus Asien von Firmen, welche in der CH keine Niederlassung haben, sind ebenfalls problematisch, denn sie werden von den CH-Überwachungs-behörden nicht geprüft. Siehe z.B. Infosperber, Spielwarenverband CH
Auch Kinder-Kosmetik enthält oft Plastik und ist nicht immer harmlos. Siehe z.B. Test von Kinder Nagellack der Stiftung Warentest
- Wenn möglich bevorzuge Spielsachen etc. aus natürlichem Material wie Holz, Steine, Karton, Stroh, Tannzapfen, Stoff, Leder, Salzteig-Knete etc. Auch hier kann es sinnvoll sein, Second Hand-Artikel zu kaufen.
- Bei Kinderfesten Fast Food und Einwegplastikgeschirr vermeiden und allfällige Dekorationen, Girlanden etc. aus Papier benützen.
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Die meisten Sportartikel enthalten heute Plastik. Hier bräuchte es aber einen separaten Newsletter, um den Markt nur einigermassen zu durchleuchten. Wir werden nach Möglichkeit darauf zurückkommen.
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Viele unserer Infos und Tipps haben wir aus den untenstehenden Quellen, wo ihr noch viele weitere Produkte und Ideen, sowie ausführliche Rezepte zum Selbermachen findet, online oder in den zwei im Buchhandel erhältlichen Büchern:
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EU: Firmen dürfen unverkaufte Kleidung nicht mehr vernichten
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Grosse Mode-Unternehmen in der EU dürfen nicht verkaufte Kleidungsstücke und Schuhe ab dem 19. Juli 2026 nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen vernichten. Für mittlere Unternehmen soll die Regel ab 2030 gelten, wie die EU-Kommission mitteilte. Ausnahmen gibt es etwa für beschädigte Waren. Quelle: SRF
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Reparieren statt wegwerfen ist gut für mehr Kreislauf und weniger Plastik (da viele Geräte auch Plastikkomponenten enthalten.) Die Zahl der Repair Cafés und der reparierten Gegenstände ist gemäss SKS (Stiftung Konsumentenschutz Schweiz) auch 2025 weiter gestiegen. Schweizweit gibt es inzwischen 257 Repair Cafés und allein in der Deutschschweiz wurden über 10’000 Gegenstände repariert! Das ist auch für uns eine gute Nachricht. Alles zu den Repair Cafés auf repair-cafe.ch
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Appell für sauberes Wasser
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Der Appell, getragen von 19 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Konsumentenschutz und Landwirtschaft, unterstützt von Fachpersonen aus Wissenschaft und Medizin haben am 30.03.2026 den Appell mit über 32'000 Unterschriften an den Bundesrat eingereicht. Der Schutz unserer Gewässer und des Trinkwassers (u.a. vor PFAS) darf nicht weiter geschwächt, sondern soll endlich gestärkt werden. Quelle: SKS
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Teil der Lösung zu sein fühlt sich einfach besser an!
Komm zu uns ins Plastikfasten-Team von ECOnGOOD Switzerland und hilf mit, bewusste Konsument*innen beim Abbau ihres Plastikverbrauchs zu unterstützen.
Hast du ein grosses Netzwerk oder möchtest einfach aktiv werden, ohne schon genau zu wissen, wie? Melde dich unter info@plastikfasten.ch oder telefonisch:
Gaby: Projektleitung; Tel. 076 391 48 42 Bruno: Fachleitung; Email: bruno.frischknecht@econgood.org Eliza: Marketing, Soziale Medien
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Danke, dass du dir Zeit für dieses wichtige Thema genommen hast. Informiert zu bleiben ist kein kleiner Beitrag – es ist die Grundlage für bewusste Entscheidungen und echte Veränderung.
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Herzlich – Gaby, Bruno und Eliza
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